Antriebslos, schnell müde und schlapp?

by Stresscoach Hanspeter Roth

Immer müde nach dem Essen?

Vielfach kann man lesen, dass vor allem Kohlenhydrate (Kartoffeln, Brot, Nudeln etc.) müde machen. Das kann man aber nicht so einfach sagen. Denn vor allem die Verdauungsarbeit macht uns müde. Meldet also unser Darm oder der Magen „neues Futter“, beginnt der Körper vermehrt Blut im Bauchraum bereitzustellen. Durch den dadurch entstandenen Sauerstoffverlust in anderen Körperteilen (vor allem im Gehirn) werden wir müde.

Wenn Sie oft müde und schlapp sind, kann nicht nur der Stress daran schuld sein, sondern auch Ihre Ernährungsgewohnheiten. Und Gewohnheiten kann man ändern, wenn es sich für Sie lohnt. Unter Stress verbraucht der Körper vor allem Magnesium, viele B-Vitamine und Kohlenhydrate. Bei Stress verliert der Körper auch sehr viel Energie. Da gilt es, vor allem diese Speicher wieder aufzufüllen. Dazu gehört natürlich eine ausgewogene Ernährung, geregelte Essenspausen, angepasste Portionen, regelmässiges Wasser trinken, gesunde Zwischenmahlzeiten.
Wir müssen im Gehirn das Gute-Laune-Hormon Serotinin locken. Das erreichen wir besonders durch Vollkornprodukte, Kartoffeln und Milchprodukte. Dann steht dem Alltag mit viel Gelassenheit nichts mehr im Wege.

Essen Sie mehr Ballaststoffe

Die Faserstoffe Obst, Gemüse und Vollkornprodukte machen länger satt bei weniger Kalorien. So halten Sie den Blutzuckerspiegel stabil und vermeiden Heisshunger-Attacken.

So bleiben Sie auch nach dem Essen fit

Ein paar Schritte an der frischen Luft wirken sich immer positiv aus. Vermeiden Sie auch möglichst fettreiche Speisen. Also zum Beispiel Butter- und Sahnesaucen, fettes Fleisch, Vollfettkäse. Sogenannter Junk Food sollten Sie auf jeden Fall meiden. Verzichten Sie möglichst auch auf Fertiggerichte, weisses Brot und alkoholische Getränke. Selbstverständlich sind auch die Grösse der Portionen entscheidend, wenn Sie Ihr Energie-Level halten wollen. Also wenn Sie zum Beispiel in einem Personalrestaurant essen, bestimmen Sie selber die Portionen, die man ihnen auf den Teller schöpft. Als weniger ist hier mehr.

Die Ernährungslehre ist eine ziemlich komplizierte Sache – das ist ganz einfach so. Lassen Sie aber dadurch nicht verrückt machen.

Beobachten Sie sich mal eine Woche lang selber. Was habe ich heute Mittag gegessen und wie hat sich das auf mein Energie-Level ausgewirkt? Setzen Sie dann diese Erkenntnisse ganz bewusst um und ernähren Sie sich bewusster. Vermeiden Sie möglicht oft die Bauchentscheide zugunsten der Vernunft.

So mache ich es

Ich persönlich verzichte auf der Arbeit möglichst oft auf die Pausensnacks vom Bäcker. (Also vor allem auf die verschiedenen süssen Gebäcke mit Weissmehl und Zucker). Stattdessen esse ich ein paar Rosinen, Nüsse oder Früchte. Nur eine kleine Massnahme – aber sie wirkt! Natürlich schalte ich nicht auf stur, und der gute Bäcker soll auch zwischendurch etwas an mir verdienen. Dann schlage ich aber richtig zu und schlemme ganz bewusst nach Herzenslust. Dadurch vermeide ich auch das schlechte Gewissen, weil ich mir ja an den vorangegangenen Tagen die „Sünde“ durch Verzicht verdient habe.

Beherzigen Sie diese einfachen Grundregeln bei den Mahlzeiten, fühlen Sie sich auch nach dem Essen fit und profitieren von mehr Tatendrang und Lebensenergie bei der Arbeit.

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